Humanismus bei Star Trek – der Geist der Freimaurerei im Weltall

Manchmal finden sich schon die unterschiedlichen Grundlagen der Freimaurerei (wer sie immer noch nicht weiß, hier noch einmal: Toleranz, Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit und Humanität) in den wundersamsten Situationen wieder.

Vor kurzem erst habe ich ein paar der alten Star Trek Folgen im Fernsehen gesehen. Das spannendste ist hierbei, dass die Serie in den 60er Jahren entstanden ist, in denen durch die beiden Supermächte eine starke West-Ost-Blockbildung vorangetrieben wurde. Die USA waren geprägt von Rassengesetzen und der Ausgrenzung großer Teile der schwarzen Bevölkerung. Eine Überwindung dieser Grenzen, trotz ergreifender Reden von Menschen wie Martin Luther King, schien nicht in Sicht. Der Weg zu einem gegenseitigen Händereichen schien lange Zeit verschlossen.

Erst als sich Ende der 80er Jahre, bzw. Anfang der 90er Jahre die Blöcke auflösten und die Menschen nach neuen Systemen verlangten, brachen diese Grenzen, was in der Wiedervereinigung von Deutschland gipfelte. Mit Recht mag nun der ein oder andere anmerken, dass diese Grenzen noch in einigen Köpfen existieren, aber die Zeit lehrt uns, dass diese verschwinden werden. Selbst in den USA fand ein Umdenken durch neuere Generationen statt, wenn dies auch leider ein andauernder Prozess ist.

Kommen wir aber zurück zum Gedanken an die Star Trek Folgen und der Maurerei. Die Allianz der Völker und auch der außerirdischen Rassen führte zur Gründung der „Vereinten Föderation der Planeten“. Dies macht wiederum das Ziel deutlich, eine vereinte Gesellschaft zu schaffen und dabei ethische, ethnische und gesellschaftliche Grenzen zu überwinden.

Die Zusammenstellung

Betrachten wir nun einmal ganz nüchtern die Brückenbesatzung der USS Enterprise um Captain James T. Kirk. Hier spielt sich diese Überwindung schon im Kleinen ab:

Wir haben hier:

  • Captain James T. Kirk, der das Kommando an Bord der Enterprise führt, einem Amerikaner.
  • Commander Spok, einen Vertreter einer außerirdischen Rasse (Vulkanier) an Bord der Enterprise, später wurde er Botschafter. Seine Art, keine Emotionen zuzulassen, erinnert etwas an die Philosophie der Stoiker.
  • Leonard „Pille“ McCoy, ebenfalls ein Amerikaner und der leitende Schiffsarzt.
  • Commander Montgomery „Scotty“ Scott: der schottische Chefingenieur.
  • Lieutenant Hikaru Sulu, der japanische Steuermann der Enterprise.
  • Pavel Andreievich Chekov, ist der russische Navigator.
  • Lieutenant Commander Nyota Penda Uhura, die einzige Frau auf der Brücke der Enterprise, als Kommunikationsoffizierin.

Natürlich gibt es noch viele weitere Rollen, aber beschränken wir uns auf diese Hauptcharaktere, denn hiermit werden schon viele Dinge deutlich (wenn man einmal darüber genauer nachdenkt).

Warum dies so revolutionär ist

Betrachten wir die Rolle der Kommunikationsoffizierin Uhura, so muss man feststellen, dass eine schwarze Frau eine führende Position an Bord des Schiffes einnimmt. Dies war in den 60er Jahren eine wirkliche Revolution im Filmgeschäft. Und das gerade in den Zeiten, in denen die USA eine  strikte Rassentrennung hatte und diese zum Alltag gehörte.

Oder aber der Japaner Lieutenant Sulu, der einem Volk angehörte, gegen welches die USA noch knapp 20 Jahre vorher einen unermüdlichen Krieg geführt hatten. Dazu kommt noch der russische Navigator Chekov und das in der „Hochphase“ der Blockbildung, nicht zu vergessen die Kubakrise 1962. Nicht vergessen darf man Commander Spok, als Vertreter einer außerirdischen Rasse. Sie alle zusammen müssen am gleichen Strang ziehen und erforschen das Weltall.

Einigkeit durch Vielfalt

Ohne Grenzen und ohne Sperren im Kopf. Einfach in Freiheit vereint, dabei in Brüderlichkeit/Schwesterlichkeit verbunden, vor den Gesetzen gleich und gleichberechtigt. Zu einer nötigen Toleranz untereinander aufgerufen, aber auch tolerant gegenüber den neuen Rassen und Verbündeten. Aber vor allem; zusammen unterwegs in humanitären Gedanken, zur Erforschung und zu Rettungsmissionen. Eine Einigkeit durch Vielfalt, wie sie auch in der Freimaurerei gefordert ist.

Für die 60er Jahre (gerade in den USA) ein wirklich revolutionärer Gedanke. Hinzu möchte ich noch zu bedenken geben, dass diese Forschungen und Reisen durchgeführt werden, ohne jeglichen Bezug zu einer Religion.

Es zählt trotz aller Probleme und Weltraumschlachten die Erforschung des Weltalls und die Wissenschaft. Gerade dieser Gedanke erfüllt mich persönlich sehr…

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß mit einem neuen Blickwinkel auf das Star Trek Universum.

Ein bekennender Star Wars Fan 😊

 

(copyright des Bildes unter https://www.wired.com/2013/05/underrated-star-trek-episodes/)

 

Ein Gedanke zu “Humanismus bei Star Trek – der Geist der Freimaurerei im Weltall

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