Arbeit am eigenen Ich – Gedanken inspiriert vom Radioprogramm

johnny_automatic_NPS_map_pictographs_part_43„Eines Tages fällt dir auf,
dass du 99% nicht brauchst.
Du nimmst all den Ballast
und schmeißt ihn weg,
Denn es reist sich besser,
mit leichtem Gepäck.“
Aus dem Song „Leichtes Gepäck“ von Silbermond

Wenn wir diese Zeilen aktuell gerade öfters im Radio hören, stellt sich die Frage, was das nun mit Freimaurerei zu tun hat. Im ersten Moment sicherlich nichts und ich denke, dass es auch nicht in der Absicht der Gruppe war, einen masonischen Bezug zu nehmen.

Dennoch möchte ich den Brückenschlag wagen und Bezug auf die Tugenden des Freimaurers, insbesondere des Meisters nehmen. Hier sollte man sich auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren und die Zeit, die einem auf Erden bleibt bis zu seinem Tod, sinnvoll einteilen und einsetzen. Auch die Einteilung der Zeit obliegt eines Meisters, die 24 Stunden des Tages sinnvoll zu nutzen für die Arbeit, den Schlaf, die Familie und die Arbeit an sich und der Gesellschaft. Hier mag nun der Interessierte anmerken, dass dies in einen Stress ausarten könnte. Ich möchte ihm hier nicht widersprechen. Freimaurerei ist etwas egoistisches, was auch noch Zeit in Anspruch nimmt. Möchte man lieber (weil man einfach der Typ Mensch ist) in den Tag hineinleben, dann ist dieser ethische Bund nichts für die Person. Hier fängt man an, sich mit sich selbst, mit seinem Wirken in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Kurz gesagt mit der Arbeit am eigenen Ich. Und das beginnt mit der Reflektion des eigenen Ich. Sich mit den Ideen und Gedanken anderer auseinanderzusetzen und daraus für sich die richtigen Schlüsse mitnehmen. Hierbei unterstützen einen die eigenen Brüder sehr, denn der Blick für das, was wichtig und richtig ist, ist anfangs noch schwer. Aber mit der Zeit wird dies einfacher und die Erfahrung lehrt uns, dass der Maurer gefestigter wird. Es ist die immer andauernde Arbeit an dem eigenen Ich, an dem rauen Stein, der sich dann in das Gesamtbild einfügen kann.

Da aber die Zeit eben begrenzt ist und man den Tag sinnvoll einteilen sollte, muss der Maurer auch lernen, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Dies wiederum schließt mit ein, dass man das Unwichtige, den Ballast hinter sich lässt, ihn liegen lässt. Und damit hat die Band Silbermond dann doch wieder Recht, denn es reist sich nun mal einfacher durch das Leben mit leichtem Gepäck.

Der Maurer muss lernen, sich zu fokussieren, seine Gedanken offen zu lassen und offen für die Belange der Menschen und der Gesellschaft zu sein. Er muss versuchen und sich bemühen, dazu beizutragen etwas zu verändern, vor allem an sich selbst, um seinen gefestigten Platz im Leben (und im Tempel der Humanität, liebe Brüder und Schwestern) zu finden. Ein Weg diesen Fokus zu finden und nicht zu verlieren kann die Freimaurerei darstellen.

Also lasst uns ab und an ein paar Mal mehr abwägen, was Ballast ist und was nicht, und diesen dann hinter uns schmeißen, denn es gibt so viele Dinge die darauf warten angegangen zu werden.

 

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