Ziele und Wege eines Freimaurers

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Einleitung

Manchmal ist es ganz schön schwer ein Freimaurer zu sein. Dauernd findet man irgendwo einen klugen Spruch oder hört etwas in einem Lied und schon kreisen die Gedanken. Erst vor ein paar Tagen ging es mir so als ich beim Bäcker etwas gefrühstückt hatte und einen Tee trank. An der Wand dort war ein Zitat von Christian Morgenstern angebracht.

„Wer das Ziel nicht kennt, kann den Weg nicht finden“

Nun ja, ihr könnt euch sicher denken, dass es noch ein weiterer Tee wurde und ich über diesen Satz aus einer freimaurerischen Sicht nachdenken musste. Ich habe das mit den Grundsätzen und den Aufgaben des Freimaurers versucht zu verbinden.
So muss der neue Bruder (oder auch die neue Schwester) schon mit Beginn der Aufnahme an der Arbeit an sich selbst beginnen. Der Arbeit an dem rauen Stein, welche der Neophyt als Sinnbild mit auf den Weg bekommt. Das Ziel ist der behauene Stein, der sich perfekt in den sogenannten Tempelbau des Tempels der Humanität (wieder ein Sinnbild) einpasst. Er ist das Symbol des Lehrlingsgrades, an welchem er arbeitet um sich zu vervollkommnen. Aber auch die Gesellen und Meister, die erkannt haben, auch im Leben immer noch etwas lernen zu können, arbeiten an ihrem rauen Stein, solange bis sie die irdischen Werkzeuge mit ihrem Tod aus der Hand geben.

Welcher Stein ist man?

Dabei bleibt offen, welche Art Stein man wird. Ein Grundstein, ein Mauerstein, ein Stein in der Fassade oder sogar ein Schlussstein. Dies wird immer ein währender Prozess bleiben, welcher sich im Laufe des Lebens einige Male ändern oder anpassen kann.
Wenn der Maurer aufgrund des Wissens seiner Brüder, den Werkslogen und seiner eigen gemachten Erfahrung sein Ziel klar erkannt und dieses Ziel also für sich alleine klar definiert hat (und ja, Freimaurerei ist erst einmal eine sehr egoistische Angelegenheit) und es sich zum erreichbaren Ziel gesetzt hat, dann muss er nur noch den Weg gehen.
Mit dem Ziel vor Augen findet man auch das Ziel, egal welchen Weg der Einzelne geht. Der eine Bruder findet ihn schneller, der andere geht seinen langsamer. Für den einen bedeutet es einen holprigen und steinigen Weg, für manch anderen scheint es eher eine Autobahn zu sein.

Hand in Hand

Aber egal wie sich der Weg auch gestaltet, die Brüder und auch die Schwestern dieses Bundes sind vereint in den gleichen Interessen und Prinzipien. Sie alle haben für sich das gleiche, gemeinsame Ziel gefunden, gehen jedoch oft unterschiedlichste Wege.
Der große Vorteil dieser Gesellschaft, dieser weltweit umfassenden Bruder-/Schwesternschaft ist jedoch, dass die oft erwähnte Bruderkette somit auch ein „Hand-Reichen“ ist, in der man sich auch leiten lassen kann, wenn man dies möchte oder sogar einmal nicht mehr das Ziel deutlich sehen kann.

Das Ziel kann also auch sein, GEMEINSAM an dem Weg zu arbeiten und GEMEINSAM das große Ziel zu erreichen.
Reichen wir uns doch mal die Hände auf unserem Weg…

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