Serie über die Meistertugenden – Teil 4: Vorsichtigkeit

„Vorsichtigkeit steht in diesem Zusammenhang für Vernunft und Klugheit“ dies findet man in einem Hinweis über die Meistertugend im Freimaurer-Wiki wieder. Vernunft und Klugheit soll der wandernde Geselle auf seinen Reisen erlangen, die ihn einen Schritt zum Meister näher bringen. Doch leider ist das nicht immer so leicht. Diese Art der Weisheit (wie es in den Meistertugenden der AFuAM heißt) bekommt man nicht so einfach. Und wer definiert schon wann ein Mensch weise ist.

Überlegte Handlungen

Es geht eher darum, dass der junge Meister gelernt hat, nicht aus dem Bauch heraus zu entscheiden, sondern überlegte Handlungen auszuführen. Man lässt sich nicht mehr hinreisen, sondern überlegt gezielt. Dies kann aber nur erfolgen wenn er eben die nötige Ruhe und vor allem auch die Erfahrung hat, um sein Handeln abzuwägen. Dieses Maß an Vernunft und die nötige Erfahrung erlangt der junge Meister auf seinen Reisen und der Arbeit mit seinen Brüdern. Denn diese sind nötig um sich selbst und sein Handeln zu reflektieren und daraus Schlüsse zu ziehen, wie man sich entwickelt hat oder entwickeln kann. Ein sogenanntes „positives Feedback“ war noch nie schlecht und brachte den ein oder anderen weiter, nicht nur in der Freimaurerei, sondern auch im privaten oder beruflichen Umfeld.

Den Worten folge die Tat

Doch nicht nur darüber reden, reflektieren, einsehen und an seinem rauen Stein arbeiten muss man, nein, es gilt auch den Worten und Ideen dann die Taten folgen zu lassen. Wenn man einen gewissen Anspruch an sich als Freimaurer hat, sollte man immer daran denken, dass es viele Menschen gibt, die diese Ideen nicht decken oder anders handeln. Daher ist es umso wichtiger ruhig zu bleiben und das nötige Maß an Vernunft walten zu lassen. Nur so kann man ein Gespräch mit der nötigen Vorsicht und Ruhe führen.

Geduld

Eine weitere Eigenschaft die ein Meister haben sollte und die gerade Hand in Hand geht mit den überlegten Handlungen ist die Geduld. Diese ist wichtig, wenn man eine vernünftige Entscheidung treffen will. Also eben überlegt und nicht auf die Schnelle. Geduld ist oftmals schwer zu erlernen und als mir mein Meister vom Stuhl zu meiner Erhebung zum Meister von dieser Tugend berichtete und wie wichtig sie für das Erreichen des Meistergrades sei, dachte ich mir, dass ich doch wohl falsch am Ort bin. Ich habe ihn nach der Arbeit gefragt, wie Geduld und ich denn zusammenpassen, denn ich muss leider zugeben, Geduld ist die Tugend, die bei mir am wenigsten ausgeprägt ist. Also arbeite ich hier immer wieder aufs Neue an meinem Stein. Mir wurde damals aber versichert, dass ich mich scheinbar doch gebessert habe, seitdem ich Freimaurer geworden bin. Und dies rechtfertigte meinen Meistergrad.

Somit belasse ich den Blogeintrag und übe mich wieder mal in Geduld…

Ein Gedanke zu “Serie über die Meistertugenden – Teil 4: Vorsichtigkeit

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