Facetten in Grau – 50 shades of grey?

Im Laufe des Lebens lernen wir viele verschiedene Menschen kennen. Die einen nur im Vorbeigehen, für die anderen nehmen wir uns etwas mehr Zeit und vertiefen dieses Kennenlernen. Es werden sogar einige wichtige Kreuzungen in unserem Leben daraus und diese können sich zu echten und tiefen Freundschaften entwickeln.

Dabei lernt man aber eben auch Menschen kennen, die ihr Leben in schwarze und weiße Schubladen aufteilen. Diese machen es sich wirklich leicht, einen anderen Menschen zu klassifizieren und zu beurteilen. Mag sein, dass dies aufgrund von Vorurteilen oder falschen Annahmen geschieht, noch ohne sich mit dem Gegenüber auseinanderzusetzen. Leider meinen diese Personen es dann nicht ironisch wie es beispielsweise einige Komiker in der typisierten Klassifizierung der Geschlechter und deren angedichteten Eigenschaften tun, nein, sie meinen es wörtlich und ohne Ironie.

Diesen Menschen möchte ich eines sagen: Macht die Augen auf und erkennt die schönen Facetten des GRAU zwischen den beiden Polen. Die Welt lässt sich nicht so leicht aufteilen und wenn man sich mit ihr etwas beschäftigt, so erkennt man die Schönheit dieser Natur. Es mögen nicht nur 50 Facetten grau sein, wie es im Titel eines bekannten Bestsellers heißt, nein es sind sogar sehr viele mehr. Jeden Tag aufs Neue erkennt man in sich eine neue, in seinem gegenüber und auch in der Natur selbst. Wenn man also etwas aufmerksam ist und nicht in Bitterkeit versinkt, so erkennen wir, wie schön diese Welt ist.

Leider ist es nicht immer leicht die Augen zu öffnen für diese Schönheit und so hoffe ich auch auf meine Brüder, die mir hin und wieder die Augen öffnen und mir etwas Schönes dort draußen zeigen. Auch ich neige oftmals dazu, Menschen schon nach wenigen Minuten zu klassifizieren, denn ich denke es ist nicht mehr als menschlich, schnell festzustellen, ob man sich sprichwörtlich „riechen“ kann oder eine gewisse Sympathie vorhanden ist. Ich selbst habe mich zu oft schon ertappt, ebenso Menschen zu typisieren, ja eben aufgrund von Vorurteilen. Ich denke es macht einen guten Freimaurer aus, sich mit diesem menschlichen Problem auseinanderzusetzen und dies zu überdenken. Warum denken wir so über den anderen? Was hat unsere Meinung geprägt? Und schnell wird man feststellen, dass wenig so scheint, wie es aus dem ersten Eindruck gewesen ist. Ich selbst versuche daher immer wieder, sei es im privaten oder im beruflichen Umfeld, offen auf die Menschen zuzugehen und nicht sofort meine Schubladen im Kopf zu öffnen und mein Gegenüber verschwinden zu lassen. Ich reflektiere und versuche den Menschen zu sehen und nicht nur ein Bild.

Daher kann ich nur sagen: es ist schwer die Bitterkeit eines Lebens in schwarz-und-weiß zu verlassen und sich immer wieder neu einlassen. Natürlich bestätigt sich auch einmal der erste Eindruck oder die Vorurteile. Sowas kommt immer wieder vor. Aber genau das macht den Reiz aus. Und wenn man sich öffnet, können viele schöne Facetten an dem Menschen, der einem gegenüber sitzt, zu sehen sein.

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